You are NOT allone

Am Sonntag, 16.11.2025, kam die Jugend des Apostelbereiches Uli Falk in Lübeck zu einem Mini-Jugendtag zusammen. Ein kleines Orgateam aus den zwei Apostelbezirken plante den Sonntag mit Musik, Gebet, Mittagessen und Gemeinsamkeit.

 

Start war um 10 Uhr mit der Chorprobe für den Gottesdienst um 12:30 Uhr. Über 70 Sängerinnen und Sänger boten so einen wunderschönen musikalischen Rahmen im Gottesdienst. Apostel Uli diente mit dem Textwort aus Jesaja 41,10: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“

Der Apostel startete auch sogleich ins Thema des Tages: „You are not alone“, indem er zunächst die Frage stellte: „Was ist denn das Thema bei euch Jugendlichen heute?“ Die Antwort, die er gab, spiegelte erst einmal die Statistik wider, dass an diesem Sonntag mit über 150 Personen auch welche darunter seien, die große Einsamkeit fühlten. Jeder Mensch habe ein Grundbedürfnis, nicht alleine zu sein bzw. zu bleiben. Wir lebten jedoch in einer Zeit, in der Menschen immer mehr und immer länger alleine blieben. Und wenn es denn so sei, dass so viele immer mehr und immer länger alleine blieben, gab der Apostel folgenden Hinweis: „Es gibt da etwas, das hilft: Wir alle, als Christen, wir sollten aufeinander zugehen!“

Er erinnerte an einen Slogan vom Sticker des Mini-Jugendtages im Mai dieses Jahres: Du bist wunderbar gemacht! „Es gibt in der heutigen Zeit den Drang, dass man immer noch besser werden muss. Doch unser lieber Gott sagt: ‚Du bist wunderbar gemacht und gut so, wie du bist!‘ Der Herr Jesus sagt: Komm her zu mir, ich nehme dich so, wie du bist. Er legt keinen Wert auf materielle Dinge … lerne von mir in dieser Liebesbeziehung zu Gott.“

Unser Gefühl trüge uns manchmal. Dazu erklärte der Apostel, die andere Seite wisse genau, wie sie dich wegbekomme von guten Gefühlen und dem, wofür du dich entscheiden willst. Der Apostel appellierte: „Lass dich nicht wegziehen von Jesus Christus! Er lässt niemals nach und lässt uns aber auch gehen, wenn wir es wollen.“ Es gebe viele Möglichkeiten, die uns dazu verleiten, sich von Jesus abzuwenden.

Er forderte die Zuhörenden weiter auf: „Tausch dich doch mit Jesus aus – du kannst mit Jesus reden. Gerade zu dem Punkt: Ich fühle mich alleine!“

Menschen tauschten sich gerne aus. Auch unsere Begeisterung über etwas müssten wir oft mitteilen, ob es die anderen interessiert oder nicht. „Jesus hört dir immer zu – zu jeder Zeit. Er ist immer für dich da und du kannst ihm alles sagen“, rief der Apostel den jungen Geschwistern zu. „Du bist nie alleine!“

Um zu erkennen, wer alles auch für dich da sein kann: „Schau genau hin, sei aufmerksam.“ Gott habe eventuell genau den neben dir so wertvoll gemacht, dass eben dieser Mensch deine Hilfe sein könne.

Zum Schluss bat er die jungen Geschwister: „Schau auch auf den, den du zunächst nicht näher betrachten würdest. Lass zu, dass Gott dir den Weg zeigt – er ist die Wahrheit und das Licht und das Leben!“

Zum Mitdienen rief der Apostel die im Bezirk Lübeck beheimatete Priesterin Inga Ortmann-Röpcke an den Altar.
Sie ging sofort auf das Thema Angst vor Ausgrenzung ein. Man reagiere oft reflexartig oder man steigere sich in eigene Empfindungen und Wahrnehmungen, wie man zu sein habe, hinein. Priesterin Inga fragte: „Jesus liebt uns, wie wir sind – lieben wir uns denn auch?“

Sein Zeichen der Liebe sei, dass wir ankommen dürften, so wie wir sind. Ihre Erfahrung sei: Entwicklung braucht Annahme und Liebe!

Priesterin Inga gab den Hinweis: „Beides (Annahme und Liebe) haben und bekommen wir von Jesus. Das hat Strahlkraft! Lass diese sich in dir entfalten und entwickeln.“

Weiter diente der Priester Ewald Kern mit.
Er berichtete von sich, dass er während des Gangs zum Altar und dann, als er dort stand, einen heftigen Puls gehabt habe. Der Chor sang das Lied aus dem letzten Pop-Oratorium „Ich habe dich je und je geliebt“. Dabei sei sein Puls ruhiger geworden. Eine tolle Zusage sei für alle Mitdienenden „mit Puls“: You are not alone! Jede und jeder habe eigene Ängste und individuelle Maßnahmen, um dagegen vorzugehen. Der Priester teilte seine mit den Jugendlichen: „Einatmen – und beim Ausatmen sage ich zu mir selbst: ‚Jesus Christus ist mein Glaubenslicht.‘ Der liebe Gott liebt uns sowieso und immer und will, dass wir auch wieder zu ihm kommen. Wenn wir uns das sagen, können wir doch fühlen, wie Gott uns liebt“, fokussierte der Priester. „Auch den, der uns mal nicht gut gesonnen ist.“

Zuletzt meinte er: „Gönnen wir uns die Momente der Ruhe, um Gott in uns oder im anderen zu erkennen.“

Zur Sündenvergebung griff der Apostel die Liebe Gottes in uns durch das Bild einer liebenden Mutter auf. Egal, was das Kind anstelle – wenn die Mutter es anblickt und Reue erkennt, kann sie nicht anders als verzeihen. So sei auch die Liebe Gottes zu uns, die wir im heiligen Abendmahl erfahren könnten. Das Gefühl der Freiheit, wenn einem Fehler verziehen werden – das Glücksgefühl, das sich dann in uns ausbreite – „Das können wir doch in der Begegnung mit Gott in diesem Moment an uns heranlassen“, meinte der Apostel.

Nach dem Gottesdienst wurde sich bei Hotdogs, auch in einer vegetarischen Version, sowie durch das mitgebrachte adventliche süße Buffet gestärkt. Danach begann der gesellige Teil mit Angeboten zum gemeinsamen Spiel & Spaß. Es gab ein Tischkickerturnier, ein Angebot zum Austausch im „DeepTalk“ und eine Kreativecke. Dort konnten eigene Lesezeichen selbst bedruckt oder ein eigenes Windlicht oder Perlenarmband gebastelt werden. Das Angebot, Jutebeutel selbst zu bemalen, kam ebenso gut an wie das Angebot zu einem Austausch rund um das Thema „Trauerbegleitung in der Neuapostolischen Kirche“. Die Gebietskirchenbeauftragte war mit nach Lübeck gekommen, um für die Jugendlichen Fragen zu beantworten und sich auszutauschen.

Das vorgesehene Ende um 16 Uhr zog sich etwas weiter nach hinten, was niemanden weiter störte. Vielen Dank an die vielen helfenden Hände vor, während und nach diesem schönen Sonntag für die jungen Geschwister in Lübeck.

Ein nächstes Wiedersehen steht auch schon fest: zum Jugendauftakt-Gottesdienst am Sonntag, 18.01.2026, in Neumünster.